DSC Wanne-Eickel knackt die harte Nuss

Harte Arbeit: Der DSC Wanne, links Niklas Baf, setzte sich aber 4:2 gegen den SC Neheim durch.

Fußball-Westfalenligist DSC Wanne-Eickel schlägt den SC Neheim mit 4:2 und gehört als Dritter dem Spitzenquartett der Liga an.

DSC Wanne-Eickel - SC Neheim 4:2 (0:1)

Da stellten sich die Spieler des DSC Wanne-Eickel nach dem Schlusspfiff spontan zusammen und feierten als gelb-schwarzer Kreisel hüpfend ihren 4:2-Erfolg über den SC Neheim. Nach der ersten Halbzeit war es eine ganz kleine Runde des DSC gewesen, die die Köpfe zusammensteckte: Trainer Holger Flossbach, Kapitän Sven Preissing und der spielende Co-Trainer Sebastian Westerhoff blickten zurück auf die ersten 45 Minuten. Und es war klar, dass sich vieles ändern musste.

Denn eine Dreiviertelstunde lang dokterten die Wanne-Eickeler in der heimischen Mondpalastarena ertraglos am Neheimer Beton herum. Ein Konter schon in der dritten Spielminute, der erste Angriff der Neheimer, brachte die Gäste in eine komfortable Position. Patrick Nettesheim zog los über die rechte Seite, brachte den Ball quer und scharf hinüber in den Sechzehner, und Burak Yavuz schloss ab zum 1:0 für Neheim (3.).

Ein Schuss von Niklas Baf (18.), ein Kopfball von Dawid Ginczek, nach einer Freistoß-Hereingabe von Sebastian Westerhoff (21.) waren die torgefährlichsten Szenen der Gastgeber in der ersten Halbzeit.

Auf der anderen Seite trauerte Neheims Trainer Alexander Bruchhage nach dem Spiel einigen Situationen hinterher, in denen seine Mannschaft nicht ihre Kontermöglichkeiten ausspielte.

Ein hartes Stück Arbeit in der ersten Hälfte

Die erste Hälfte sei in der Tat ein hartes Stück Arbeit gewesen, bestätigte nachher Wannes Stürmer Dawid Ginczek: „In der Halbzeit war klar: Wir wollten das Spiel drehen, und unser Druck ist ja schon vorher immer größer geworden.“

Den behielten die Wanner auch nach der Pause bei und spielten und kämpften sich zunächst Eckbälle heraus — und bahnten sich dann endgültig ihren Weg durch die Neheimer Abwehr.

Westerhoff Vorbereiter und Torschütze für den DSC

Peter Rios (54.) schoss nach einem Zuspiel von Sebastian Westerhoff knapp vorbei (54.), dann half dem DSC wieder eine Ecke: Sebastian Westerhoff schlug sie lang hinein auf Dawid Ginczek, der köpfte in den Fünfer und Alexander Schlüter stand richtig, traf zum 1:1 (59.). Das 2:1 nur eine Minute später. Ein Neheimer trat im Mittelfeld über den Ball, Westerhoff schickte Ginczek über Rechts in den Strafraum, und der Stürmer machte das 2:1.

Elf Minuten später Westerhoffs dritte Torvorlage, diesmal wieder per Eckball: Den köpfte Sven Preissing ein zum 3:1 (71.). Und in der 72. Minute dann Westerhoffs vierte Torbeteiligung, diesmal mit eigenem Abschluss: Josse Gerick flankte auf Niklas Baf, der für Westerhoff ablegte, und der dreimalige Vorbereiter wurde zum Vollstrecker: 4:1 (75.). Aus seinen vier Chancen innerhalb von 13 Minuten hatte der DSC Wanne vier Tore gemacht – und damit war auch Neheims Trainer bedient. Richtung Wanne sagte Alexander Bruchhage über die zweite Halbzeit: „Glückwunsch. Sechs Chancen, vier Tore. Da sieht man, was uns noch fehlt.“ In der Schlussphase hatte Ginczek noch eine Gelegenheit zu erhöhen, er schoss aber volley über das Tor.

Wanne bleibt Dritter im Spitzenquartett

Die Wanner hatten sich auch durch den Neheimer 2:4-Treffer nicht mehr aus der Spur drängen lassen. Die Wanner hatten im Strafraum Gianluca Greco abgeräumt, den Foulelfmeter verwandelte Sylvio Meyer für die Gäste (75.).

DSC-Trainer Holger Flossbach bekannte: „Das war die erwartet harte Nuss heute.“ Aber sie zu knacken, hat sich gelohnt. Wanne bleibt Dritter in einem Spitzenquartett, das durch das Remis des bisherigen Spitzenreiters Holzwickede in Sinsen eng zusammengerückt ist: Die Liga führen Concordia Wiemelhausen (21 Punkte), Holzwickeder SC (20), DSC Wanne (19) und Spvgg. Erkenschwick (18) an.

Tore: 0:1 (3.) Yavuz, 1:1 (59.) Schlüter, 2:1 (60.) Ginczek, 3:1 (71.) Preissing, 4:1 (72.) Westerhoff, 4:2 (75./FE) Meyer.

DSC Wanne: Gerlach; Gerick, Schlüter, Melchner, Lorenzen - S. Preissing, Pilica - Baf (85. Liguda), Westerhoff (90. Nolte), Rios (77. Wnuk) - Ginczek. 

Tore: 0:1 (3.), 1:1 (59.) Schlüter, 2:1 (60.) Ginczek, 3:1 (71.) Preissing, 4:1 (72.) Westerhoff, 4:2 (75./FE).

DSC: 
Gerlach; Gerick, Schlüter, Melchner, Lorenzen - S. Preissing, Pilica - Baf (85. Liguda), Westerhoff (90. Nolte), Rios (77. Wnuk) - Ginczek.

Zusammen für den DSC – Gemeinsam für Wanne-Eickel!

Quelle: waz.de/Andree Hagel
Foto: Dietmar Wäsche