DSC Wanne-Eickel bleibt nur ein Punkt gegen Viktoria Resse

Da lief alles wie gewünscht für den DSC Wanne-Eickel. Mathias Tomaschewski (2.v.r./Nr. 23) konnte sich in der ersten Halbzeit zweimal zum verwandelten Strafstoß beglückwünschen lassen.

Vom Aufsteiger Viktoria Resse trennt sich der DSC Wanne-Eickel auf eigenem Platz mit einem 2:2-Remis.

DSC Wanne-Eickel - Viktoria Resse 2:2 (2:0).

Es war ganz schön laut, als sich das Gästeteam im Spielerkreis mehrfach und dabei in der gesamten Mondpalastarena unüberhörbar versicherte, dass man „Viktoria Resse“ sei. Leisere Töne dagegen beim DSC Wanne-Eickel. Die Spieler schlichen vom Platz, während das Trainerteam und Kapitän Sven Preissing nicht weit vom Resser Jubelkreis einiges aus dem vorangegangenen 2:2-Remis diskutierten.

Die Gäste aus Gelsenkirchen freuten sich zurecht. Sie hatten zur Pause mit 0:2 zurückgelegen, und als Aufsteiger beim DSC Wanne-Eickel gepunktet. Den Wannern hingegen war anzumerken, dass ihnen dieser Zähler nicht reichte. Es hatte lange Zeit nach mehr ausgesehen.

Eine gute Stunde lang wickelten die Wanne-Eickeler ihr Spiel so ab, wie es ihr Trainer Holger Flossbach nach der Begegnung beschrieb: „Wir hatten die Torchancen, hatten eine gute Spielanlage, die optische Überlegenheit. Aber wir haben uns ab der sechzigsten Minute durch individuelle Fehler in Schwierigkeiten gebracht.“ Die Wanner konnten es nicht verhindern, dass sich die Resser ins Spiel hineinkämpften.

Die erste Hälfte hatte den Wanne-Eickelern gehört. Die erste Chance hatte Stephen Lorenzen durch einen Schuss, der am Resser Tor vorbeiging (11.). Sieben Minuten später bediente Mathias Tomaschewski Timo Wnuk, aber Viktorias Torhüter Kingsley Moses verhinderte einen Rückstand für den Aufsteiger. In der 27. Minute dann aber die Führung für die Wanner. Niklas Baf zog über die rechte Seite in den Strafraum, wurde im Laufduell von Resses Mirko Blaschek zu Fall gebracht. Schiedsrichter Lars Lehmann entschied auf Strafstoß, und Mathias Tomaschewski verwandelte zum 1:0 für den DSC.

Mathias Tomaschewski trifft zweimal von der Marke

In der nächsten Szene, die zu einem weiteren Strafstoß für die Gastgeber führte, lag erneut Niklas Baf auf dem Grün im Resser Sechzehner. Dieses Mal hatte er sich den Ball vorgelegt und wollte an Viktoria-Torhüter Kingsley Moses vorbei, Baf kam zu Fall. Unter diesmal einigem Protest der Resser entschied Schiedsrichter Lehmann erneut auf Elfmeter, den wieder Tomaschewski zum 2:0 verwandelte (43.).

Die Kräfteverhältnisse blieben so auch nach der Pause, bis eine Stunde vorbei war. Da foulte Josse Gerick auf der rechten Abwehrseite. Freistoß, Flanke, kein Wanner störte Coskun Ünal, der den Ball direkt nahm und in den Winkel des Wanner Tores zum 1:2-Anschluss der Resser drehte (61.).

Zu viele Fouls im Spiel des DSC Wanne-Eickel

Für den Geschmack von Holger Flossbach waren zu viele Fouls im Auftritt seiner Mannschaft gewesen, aber die Resser, die jetzt aufdrehten, standen den Gastgebern auch in dieser Hinsicht in nichts nach. Beide Teams hatten kurz nach dem dritten Tor dieses Spiels die Gelegenheiten zum nächsten Treffer. Für Resse Dominik Hanemann (63.) mit einem Fallrückzieher, der knapp das Tor verfehlte, und Stefan Colmsee (64.), der an DSC-Torhüter Sören Gerlach nicht vorbei kam.

Auf der anderen Seite hatte Dawid Ginczek gute Chancen zu seinem ersten Saisontor für den DSC – mit einem Schuss, der abgefälscht am Tor vorbeiflog (65.), mit einem Kopfball knapp übers Tor (66.) und einem Schuss, der ein weiteres Mal nur knapp verfehlte (82.).

Kurz vor Schluss dann aber die dritte Strafstoßentscheidung dieses Tages. Dieses Mal brachte DSC-Torwart Sören Gerlach Lukas Tomanek zu im Strafraum zu Fall. Dominik Hanemann (88.) schoss von der Marke ein zum Ausgleich – und nach dem Abpfiff feierte die Viktoria so richtig.

1:0, 2:0 (30./FE, 43./FE) Tomaschewski, 2:1 (61.), 2:2 (89./FE) 

DSC:Gerlach; Gerick, Schlüter, Melchner, Lorenzen - Preissing, Pilica - Baf, Tomaschewski (71. Rios), Wnuk (80. Liguda) - Ginczek.

Zusammen für den DSC – Gemeinsam für Wanne-Eickel!

Quelle: waz.de/Stephan Falk Wien
Foto: Joachim Kleine-Büning